Dörrgeräte: Hochstapler & Flüsterer

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Dörrgeräte: Hochstapler & Flüsterer

Wozu eignen sich Dörrgeräte?

Trocknen lässt sich so ziemlich alles: Gemüse, Pilze, Blumenblüten, Kräuter, Obst und Fleisch. Altbewährt in der Sonne, alternativ über der Heizung oder im Backofen.

Voll im Trend: Trockenobst und Trockenfleisch. Getrocknete und „saubere“ Lebensmittel erfreuen sich zurzeit großer Beliebtheit. Nicht zuletzt wegen vielen unerwünschten Zusätzen in Lebensmitteln.

Für gleichbleibende Ergebnisse und ein hygienisches Trocknen eignen sich jedoch Dörrgeräte besser, besonders in den hiesigen Breitengraden. Durch das Trocknen verlängert sich die Haltbarkeit der Lebensmittel auf natürliche Weise. Bei schonender Trocknung (etwa 45 Grad) bleiben die Mineralstoffe und die meisten Vitamine ( bis auf Vit.C) vollständig erhalten.

Die Dörrgeräte verschiedener Marken sind recht unterschiedlich, im Aufbau und in der Leistung. Zur Wahl stehen Dörrgeräte mit Edelstahlgitter, Kunststoffgitter oder Kunststoffböden. Letztere sind für geraspeltes praktischer, da nichts bis auf die Heizspiralen durchfallen kann. Gitterböden sind dagegen besser durchlüftet und müssen für ein gleichmäßiges Ergebnis nicht umgesetzt werden. Für Fruchtleder, Tomatenmark oder Kräutersalz bieten die Hersteller zusätzlich wiederverwendbare Dörrmatten an.

 

:: Die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Dörrautomaten:

-          Der Stromverbrauch (240-650 W)

-          Die Form: Eckige Schubladen oder runde Scheiben

-          Kunststoff- oder Metallgitter oder geschlossene Kunststoffböden

-          Erweiterbare Etagenböden (Hochstapler)

-          Besonders leise im „Nachtmodus“ bzw. „Flüstermodus“

-          Verschiedene Heizstufen (von 35 bis 74 Grad Celcius)

-          1 oder 2 Heizlüfter

-          Gute Wärmevertreilung (Umschichten entfällt)

-          Spülmaschinengeeignete Gitter

-          Automatikprogramme

-          Zeitschaltuhr / Timer

-          Krümelfach

-          Garantieverlängerung

 

 

:: Wozu verwendet man ein Dörrgerät?

Eingeweichte Nüsse trocknen (für Nussmehl & Nussmus),

gekeimtes Getreide wie Buchweizen, Hirse, Amaranth, usw.

angekeimte Sonnenblumenkerne,

Rohkostkekse & Cracker,

Rohkost-Brote,

Sprossenbrot,

Gemüsechips,

Buchweizen-Brennessel-Cracker (Rezept Dr. John Switzer)

getrocknetes Suppengrün,

getrocknete Kräuter,

getrocknete Blüten & Blumen,

getrocknete Beeren,

getrocknete Pilze,

Dörrobst,

Trockenfleisch (Beef Jerky, Biltong, etc.)

Kräutersalz/ Grundstock (evtl. eckige Schubladen besser geeignet)

Fruchtleder /Fruchtgummi (evtl. eckige Schubladen besser geeignet)

Tomaten & Tomatenmark (evtl. eckige Schubladen besser geeignet)

 

:: Tipps & Anregungen für die Verwendung von Dörrautomaten

-        Selbstgemachte Pilzsauce: Champignons und Zwiebeln im Dörrer gut durchtrocknen lassen, anschließend im Mixer fein zermahlen/ pulverisieren.

-         Selbstgemachtes Saucenpulver: Suppengrün und Röstzwiebeln dörren, anschließend mit 1 Scheibe Zwieback oder getrocknetem Roggenbrot zermahlen.

-        Milchmixgetränke: Erdbeeren dörren, mit Zucker mixen/pulverisieren. Einfach in frische Milch rühren.

-        Fruchtleder: Früchte pürieren und dünn auf Dörrfolie streichen. Getrocknet aufrollen und genießen.

-        Suppenwürze: Suppengrün raspeln und trocknen, im Mixer zermahlen.

Kräutersalz: Wildkräuter hacken und trocknen, mit Meersalz zermahlen

Mandelmehl & Mandelmus: Über Nacht eingeweichte Mandeln trocknen, zu Mandelmehl oder Mandelmus zermahlen.

Trockenfleisch/ Biltong

 

Vor dem Kauf sollten Sie sich ausführlich im Fachhandel über die Unterschiede der verschiedenen Marken erkundigen.

Bei uns gibt es kostenlose Parkplätze, freundliches und geschultes Fachpersonal, viele Tipps, leckere Rezepte und einen frisch gebrühten Tee oder Kaffee obendrein...